Sie haben noch keine Erfahrungen mit der Pulverbeschichtung?
Sie wollen eine Anlage für Ihre Dienstleistungen kaufen?
Oder für Ihre eigene Produktion?
Worauf sollten Sie beim Kauf achten?

 

Wir werden hier versuchen, einige Fragen zu beantworten.
 
Was ist am wichtigsten bei einer Pulverbeschichtungsanlage?
Sie glauben der Applikator? Leider nicht, auch der beste Applikator wird Ihnen nicht helfen, wenn die Temperaturverteilung im Ofen schlecht ist. Dort, wo die Elemente überhitzt wurden, wird die Farbe verbrannt und dort, wo es zu kalt war, wird der Lack nicht richtig haften.

Das Wichtigste ist der Ofen.

Fragen Sie sich noch, was Sie pulverbeschichten wollen, für wen und wo Sie es die besten Entwicklungsmöglichkeiten gibt?

Vielleicht möchten Sie keine großen Summen für die Pulverbeschichtung aufbringen? Warum so viel bezahlen? Niemand mag es, viel zu bezahlen, jeder sucht das billigere Produkt. Aber berücksichtigen Sie auch wichtige Parameter, um Fehlkäufe zu vermeiden.

Wie überprüfen Sie, ob Sie nicht zu viel bezahlen und ob das Unternehmen, mit dem Sie zusammenarbeiten wollen, hohen professionellen Standards genügt?

Suchen Sie sich das Angebot mit den besten Parametern der Geräte aus. Holen Sie sich Angebote von anderen, teureren Firmen ein und vergleichen Sie die Ausstattungen in Hinblick auf die Qualität und den Preis. Sie werden merken, dass wir nicht die Billigsten und nicht die Teuersten sind, doch bei uns stimmt das Preis-Leistungsverhältnis.

Fragen Sie das günstigere Unternehmen direkt, wie viel eine Pulverbeschichtungskabine mit 2 Aluminium Ventilatoren kostet. Wir befürchten, dass es Sie im Endeffekt mehr kosten wird, denn manche Produkte kann man nicht zu günstig herstellen ohne auf minderwertige Materialien zurückzugreifen.
1.Öfen für die Polymerisation von Pulver


a) Temperaturverteilung im Ofen

Auf dem Markt gibt es viele Öfen mit den verschiedensten Technologien, aber nicht alle sind zum Einbrennen von Gegenständen geeignet. Nur die wenigsten Produzenten sprechen über die Temperaturverteilung in den Öfen, dabei ist die das Wichtigste! Wie sollen Sie denn eine Entscheidung treffen, wenn sie die Parameter nicht kennen? Viele Produzenten messen diese gar nicht! Deswegen können sie Sie auch nicht richtig beraten.

b) Wie wird der Luftstrom im Ofen verteilt?

Ein Ofen mit Luftstrom muss mehrere Kanäle zum gleichmäßigem Verteilen der Luft in der ganzen Kammer haben. Wenn der Ofen nur an einer Stelle der Kammer Luft reinbläst, kann es keine gute Temperaturverteilung geben. Aber nur die Vertriebskanäle allein geben auch keine Garantie für eine gute Temperaturverteilung. Deswegen kann man in den Öfen vom ROMER den Luftstrom in den verschiedenen Zonen der Kammer regulieren.

c) Welche Optionen zur Luftversorgung im Ofen gibt es?

Die Luft im Ofen kann man auf viele Art und Weisen verteilen, sie kann von der einen zur anderen Wand fließen, sie kann aber auch von oben aufgesogen und von beiden Wänden wieder ausgeblasen werden. Die Variante hängt vom Element ab, das Sie pulverbeschichten wollen.

d) Wie wechselt man die Heizkörper und den Ventilator?

Professionelle Öfen sind modular aufgebaut, das heißt, wenn der Heizkörper defekt ist, müssen sie nicht den ganzen Ofen demontieren. Sie ziehen einfach das jeweilige Modul heraus und ersetzen es durch ein neues.

 

2. Pulverbeschichtungskabine

Wieso ist es wichtig, aus welchem Material die Kabine gebaut ist? Muss ich überhaupt eine Kabine haben? Diese Fragen werden uns oft gestellt.

Die Kabine soll hauptsächlich als Raumfilter dienen, um das Auftreten eines explosionsfähigen Gemisches zu vermeiden, sie spielt aber auch bei der Rückgewinnung des Pulvers eine wichtige Rolle.

a) Welche Ventilatoren gibt es in der Kabine?

Die meisten Unternehmen montieren Stahl-Ventilatoren in den Kabinen, das ist jedoch recht gefährlich. Stah- Ventilatoren sind laut, schwer und brauchen viel Energie, verbrauchen also auch mehr Strom. Außerdem können sie Funken entstehen lassen, die eine potentielle Brand- bzw. Explosionsgefahr bergen. Aluminium-Ventilatoren sind viel leichter, leiser und sparsamer im Stromverbrauch und lassen bei der Berührung mit Stahl keine Funken entstehen.

Stahl-Ventilatoren sind günstiger als die aus Aluminium, doch man sollte nicht sparen, wenn es um die Sicherheit geht.

Wenn Stahl-Ventilatoren an Stahl reiben, entstehen Funken, die eine Explosion verursachen können.

b) Wie stark ist die Ansaugleistung in der Kabine?

Je stärker die Ansaugleistung, desto lauter ist der Ventilator. Daher sollten Sie beim Kauf einer Kabine nach dem Pegel der Ansaugleistung fragen.

Je schwächer die Ansaugleistung, desto schwächer ist die Kabine. Die Kabine muss leistungsstark sein. Eine schwache Kabine wird das Pulver mit einem neuen Filter gut ansaugen, doch nach ein paar Tagen verstopfen die Filter und ihre 100% Reinigung ist nahezu unmöglich.

c) Aus welchem Material sind die Kabinen gebaut?
Die Kabinen können aus unterschiedlichen Materialien gebaut werden, doch die ungünstigsten Materialien sind nasslackierter Stahl und Edelstahl.
Eine Kabine sollte das elektrisierte Pulver nicht anziehen, was bei nasslackiertem Stahl der Fall ist, da er stark magnetisch ist. Dazu hat dieser Stahl auch Poren, in die das Pulver eindringen kann, was das Aufsammeln des Pulvers sehr erschwert.
Edelstahl ist da schon etwas besser geeignet. Man kann das Pulver besser aufsammeln, da Edelstahl glatt ist. Jedoch ist er auch magnetisch und zieht, genauso wie der nasslackierte Stahl, das elektrisch geladene Pulver an. Oft wird Edelstahl nur deswegen benutzt, weil er ästhetischer aussieht.

Eine Kabine mit pulverbeschichtetem Stahl ist die optimale Lösung, die weltweit auch am meisten ausgewählt wird, denn hier kann man das Pulver gut aufsammeln und die Pulverbeschichtung isoliert den Stahl, sodass die Anziehung des elektrisch geladenen Pulvers minimiert wird.

d) Welche Filter werden montiert?

Es gibt 3 Arten von Filtern, die in den Anlagen verwendet werden.
Sie sind aus Cellulose, Cellulose-Polyester oder Polyester gefertigt.
Die besten geeignet sind die aus Polyester.
Man kann sie mit Wasser auswaschen und sie sind am widerstandsfähigsten gegen mechanische Beschädigungen. Die günstigsten Filter sind die aus Cellulose, sie sind farbig (gelb/braun/orange) und einfache Papierfilter. Sie sind nicht so widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen und man kann sie auch nicht mit Wasser auswaschen.

e) Wie groß ist die Ansaugfläche der Filter?

Unsere Filter haben eine große Ansaugfläche, was bei den Konkurrenzprodukten nicht immer der Fall ist.

f) Wie sind die Filter montiert?

Bei häufigen Farbwechseln ist ein Bajonettverschluss des Filters nützlich. Dieser ermöglicht den schnellen Austausch des Filters. Wenn der Hersteller einen Bajonettverschluss verwendet, sind keine Aluminiumflanschen mehr notwendig. Flanschen sind teuer, aber sie haften sehr gut an der Filterdichtung.

g) Wie werden die Filter gereinigt?

Die Reinigung der Filter ist wichtig. Ohne die Reinigung der Filter wird die Kabine schon am ersten Tag ihren Zweck nicht mehr erfüllen, die Filter verstopfen und die Kabine saugt nicht mehr richtig. Unsere Kabinen sind so konstruiert, dass die Filter der gesamten Länge nach gereinigt werden.

 

3. Pulverapplikation


Die Aufgabe des Applikators ist es, das Pulver auf das zu färbende Element aufzutragen. Man unterscheidet zwischen 2 Arten von Applikatoren, denen, die das Pulver durch Reibung aufladen und denen, die das Pulver durch einen Hochspannungsgenerator aufladen.

Der Markt ist von Unternehmen geprägt, die sich auf die Herstellung dieser Geräte spezialisiert haben. Sie verkaufen diese häufig zu hohen Preisen, die in der Regel nichts mit den Produktionskosten zu tun haben.

Sie haben sich darauf spezialisiert, weil man damit den höchsten Gewinn machen kann. Jede Lackiererei braucht einen Applikator. Er ist auch angeblich das Wichtigste für eine gute Pulverbeschichtung. Doch das stimmt nicht, denn der Applikator ist nur dazu da, um das Pulver auf die Elemente zu verteilen.

Unangenehme Folgen können auftreten, wenn der Ofen die Elemente nicht ausreichend erhitzt oder die Elemente nicht gut entfettet wurden. Daher sind eine gründliche Entfettung der Elemente und einwandfrei funktionierende Öfen das Wichtigste, nicht der Applikator.

Wenn das Element nicht richtig entfettet oder nicht ausreichend erhitzt wurde, wird die Farbe auf den ersten Blick gut aussehen. Jedoch wird sie nach ein paar Wochen absplittern, was dann zu großen Regressforderungen führen kann. So etwas kann manchmal passieren, aber bei einem schlecht gemachten Ofen wird es immer so sein.
Also versuchen Sie lieber nicht, beim Ofen zu sparen, denn das wird ihnen keinen Gewinn einbringen.

 

Opracowanie Romer P.P.