Das Herz der
Ein Hersteller von schweren Bauteilen hat einen mobilen Ofen ohne Boden eingeführt, der das Bauteil direkt an seinem Montageort umgibt. Der Prozess erfolgt ohne Transport, bei vollständiger Temperaturkontrolle sowie mit Einsparungen in Bezug auf Zeit, Material und Platz.
Fallstudie Romer
In einem Unternehmen, das großformatige Komponenten für die Energie- und Transportindustrie herstellt, stellte sich eine technologische Herausforderung: Bauteile mit einem Gewicht von mehreren Tonnen, die fest in Spannvorrichtungen eingespannt waren, konnten nicht ohne das Risiko von Beschädigungen, kostspieligen Ausfallzeiten und logistischen Komplikationen zu einem herkömmlichen Ofen transportiert werden.
Anstatt das Werkstück zu transportieren, entschied sich das Unternehmen für die Einführung eines mobilen Ofens ohne Boden, der zum Bauteil fährt und es von oben sowie von allen Seiten umschließt. Die Konstruktion, die auf fünf isolierten Wänden mit abgedichteten Türen basiert, bildet eine geschlossene Heizkammer, ohne dass die Anlage demontiert werden muss.
Im Ofen wurde Glaswolle verwendet, die für Temperaturanforderungen unter 400 °C ausgelegt ist, was eine effektive Wärmeisolierung bei geringeren Materialkosten gewährleistet. Zu den in der Kammer durchgeführten Prozessen gehören unter anderem Ausheizen, Trocknen, Polymerisation und Stabilisierung.
Zur vollständigen Kontrolle der thermischen Bedingungen wurde ein MTS-System mit Mehrpunkt-Temperaturmessung sowie ein VFD-System eingesetzt, das den Betrieb des Ventilators je nach Prozessphase steuert. Diese Konfiguration ermöglichte es, sowohl die Qualität des Erhitzungsprozesses als auch die Energieeffizienz des gesamten Systems zu optimieren.