Das Herz der
Ein Hersteller von großen Industriegehäusen hat eine bodenlose Pulverbeschichtungskabine eingeführt, die mit einer Pulverabsaugung, antistatischen Filtern, einem Sieb und einem Rückgewinnungsbehälter ausgestattet ist. Dies ermöglicht die Beschichtung schwerer Werkstücke ohne Aufhängung bei gleichzeitiger Gewährleistung einer hohen Prozessreinheit und niedriger Materialkosten.
Fallstudie Romer
In einem Unternehmen, das sich mit der Herstellung großer Industriegehäuse und Schaltschränke befasst, entstand der Bedarf, großformatige Bauteile pulverbeschichten zu lassen – einige davon waren über 2 Meter lang und wogen mehrere hundert Kilogramm. Aufgrund ihrer Größe und ihres Gewichts war es nicht möglich, sie in einer herkömmlichen Lackierkabine aufzuhängen oder auf einer Rollhebebühne zu positionieren. Auch das Verladen in eine mit einem Boden ausgestattete Kabine war mit einem Standard-Gabelstapler oder einer Laufkrananlage nicht realisierbar.
Die Lösung war eine Pulverbeschichtungskabine ohne Boden, die so konstruiert wurde, dass ein manueller Palettenhubwagen zusammen mit dem Werkstück direkt in das Innere der Kabine fahren kann. Der offene Boden ermöglicht das einfache Be- und Entladen schwerer, stehender Werkstücke, ohne dass diese aufgehängt werden müssen. Das Bauteil verbleibt auf der Palette oder dem Ständer, und der Bediener kann den Lackiervorgang bei eingeschalteter Belüftung ungehindert durchführen.
Die Kabine ist mit einer Pulverabsaugung, antistatischen Polyesterfiltern, einem Pulverbehälter mit Rückgewinnung sowie einem Sieb mit explosionsgeschütztem Rüttler ausgestattet. Das Filter- und Absaugsystem sorgt für eine effektive Reinhaltung der Luft während des Lackiervorgangs, und die Pulverrückgewinnung gewährleistet Materialersparnis und Prozesswiederholbarkeit.
Obwohl die Unterseite des Werkstücks unlackiert bleibt (da das Teil auf dem Untergestell aufliegt), ist dies ein vom Kunden akzeptierter Kompromiss – er hat weder Auswirkungen auf die Funktionalität noch auf das endgültige Erscheinungsbild des Werkstücks. Nach Abschluss des Lackiervorgangs gelangt das Werkstück direkt in den Ausheißofen.